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Luftsicherheit
Terrorabwehr im internationalen Warenverkehr

LuftfrachtIn den vergangenen Tagen hat es mehrfach Versuche gegeben, Paketbomben und Sprengsätze im internationalen Paket- und Luftpostverkehr zu versenden. Wie Sie sicher den Medien entnommen haben, war hiervon u. a. auch das Bundeskanzleramt in Berlin betroffen. Aus diesem Anlass möchten wir Sie über unsere Einschätzung der Situation informieren. Die Tatsache, dass terroristische oder verbrecherische Organisationen den internationalen Frachtversand als Möglichkeit erkannt haben, Anschläge zu verüben, führt im Moment zu einer kontrovers geführten Diskussion über die Luftsicherheit. Vor dem Hintergrund der öffentlichen Aufmerksamkeit ist diese Diskussion aber vor allem politisch motiviert.

Die Fakten:
Sicherheitskontrollen in der Luftfracht finden grundsätzlich vor der Verladung am Ort des Abflugs statt. Weitere Kontrollen in Transit- oder Umschlagsbereichen sind nahezu unmöglich. Sobald sich eine Sendung innerhalb eines Luftfrachtsystems befindet, gilt sie als „sicher“. Die Sicherheitskontrollen von Exportsendungen aus Deutschland heraus sind grundsätzlich gut und umfangreich. Das gilt sowohl für normale Luftfrachten als auch für Paketsendungen mit Expressfrachtdienstleistern. Diesen hohen Standard erfüllen andere Länder, wie aktuell der Jemen oder Griechenland leider nicht. Daher gelten in Bezug auf die Gefahrenabwehr (aus deutscher Sicht) vor allem Importe als kritisch.

Mögliche Folgen:
Die bestehenden Regeln für die Luftsicherheit werden in nächster Zeit sehr streng kontrolliert und angewendet. Dies allein sollte jedoch zu keiner Beeinträchtigung von z. B. Laufzeiten führen.
Sehr viel kritischer für Ihre Sendungen könnte jedoch der „mittelbare“ Einfluss der Sicherheitskontrollen sein. In den Transitbereichen der Flughäfen und Frachtanlagen werden die internationalen Sendungen sortiert und umgeschlagen. Sofern es dort einen „Verdacht“ auf Sprengsätze o. ä. geben sollte, ist damit zu rechnen, dass der gesamte Verladebetrieb gestoppt wird.
Das hätte dann selbstverständlich auch Auswirkungen auf die Laufzeiten aller Sendungen. Darüber hinaus rechnen wir damit, dass weitere Sicherheitsauflagen (möglicherweise auch auf gesetzlicher Basis) erlassen werden. Diese Auflagen werden Kosten nach sich ziehen, die die einzelnen Anbieter an Ihre Kunden weitergeben. Denkbar sind generelle Preiserhöhungen, aber auch die Einführung oder Verteuerung von Sicherheitszuschlägen. Ob und zu wann das der Fall sein wird, können wir noch nicht verlässlich sagen.

Unsere Empfehlung:
Bitte achten Sie bei Ihren internationalen Sendungen auf eine korrekte und vollständige Warenbeschreibung in allen Begleitdokumenten wie z. B. Rechnungen, Lieferscheinen, Zollpapieren. Erstellen Sie die Dokumente idealerweise in Deutsch und in Englisch. Stellen Sie sicher, dass über Sie als Absender (also in Ihrem Namen) möglichst keine Privatpersonen Sendungen aufgeben oder beauftragen. Bitte bedenken Sie, dass Sie (Ihr Unternehmen) als Absender für den Inhalt der Sendung und die Einhaltung von Sicherheitsvorgaben verantwortlich sind.

Wir weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Logiline keine Aufträge von Privatpersonen ausführt.

Haben Sie beim Empfang von Sendungen (über Logiline oder über andere Dienstleister) den begründeten Verdacht, dass es sich um einen kritischen oder gefährlichen Inhalt handeln könnte, dann öffnen Sie die Sendung bitte nicht! Informieren Sie umgehend die Polizei und den Dienstleister, der die Sendung bei Ihnen angeliefert hat.

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns bitte.

 

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